6% Prozent Dividende an über 10.000 Mitglieder ausgeschüttet

Volksbank Heuchelheim eG hält Kurs trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Zu Beginn des mit über 300 Vertreter und Gästen gut gefüllten Veranstaltungsorts in der Turnhalle Heuchelheim, gedachte der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Kreiling dem im vergangenen Jahr, nach kurzer und schwerer Krankheit verstorbenen Vorstandsmitglied Udo Wrackmeyer. Herr Kreiling würdigte seine über 20jährige Arbeit im Vorstand, welche er neben einer hohen fachlichen Kompetenz vor allem mit viel Herzblut ausführte. Herr Wrackmeyer, der schon seine Ausbildung im Hause der Volksbank Heuchelheim absolvierte, hat in diesen Jahrzehnten einen maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung beigetragen und eine wichtige Ära in der traditionsreichen Geschichte des Unternehmens geprägt.

In diesem Zusammenhang wurde sein Nachfolger Herr Henry Koch, der seit Oktober 2016 neuer Marktvorstand der Bank ist, den Vertretern vorgestellt. Der 38jährige, zweifache Familienvater aus Lahnau verantwortete seit 2010 große Teile des Privatkundengeschäftes und war bereits zu Lebzeiten von Herrn Wrackmeyer für eine spätere Stabübergabe vorgesehen.

Herr Koch entführte dann auch mit seiner Rede die Anwesenden noch einmal in die Rahmenbedingungen des letzten Jahres und skizzierte die unterschiedlichsten Einflüsse aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, welche alle einen gewissen Einfluss auf die Volksbank Heuchelheim genommen haben. Dabei ging er unter anderem auf das aktuell schlechte Image der Bankkaufleute ein und zeigte auf, warum dieser Beruf bis heute nicht nur sehr ehrenvoll und aufrichtig ist, sondern auch viel mit Menschlichkeit, Emotionen und Individualität zu tun hat.

Im Anschluss übernahm Herr Schäfer-Prößer den zweiten Teil des Vorstandsberichtes und vermittelte per Headset in Mitten der Vertreter und Gäste das wirtschaftliche Bild der Bank aus dem Jahr 2016, das sich vor allem durch ein weit überdurchschnittliches Bilanzsummenwachstum von über 31 Millionen Euro auszeichnete.

Maßgeblich verantwortlich für den Bilanzsummenzuwachs war die Entwicklung der Einlagen. Obwohl Guthabenzinsen auf dem Finanzmarkt gen Null tendierten, war das Institut bei Privatpersonen und mittelständischen Unternehmern als sicherer Verwalter von Vermögenswerten gefragt. Um rund 30 Millionen Euro auf über 390 Millionen Euro steigerte die Bank ihre bilanziellen Kundeneinlagen.

Gefragt war die Volksbank Heuchelheim im vergangenen Jahr auch als Kreditgeber. Die Ausleihungen an Kunden beliefen sich zum Stichtag auf 232 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,5 Prozent.

Weitere Vermögen verwaltet das Institut für seine Kunden auf dem Wertpapiermarkt und bei seinen genossenschaftlichen Partnerinstituten wie zum Beispiel der Bausparkasse Schwäbisch Hall oder der R+V Versicherung. Herr Schäfer-Prößer bezifferte das gesamte betreute Kundenvolumen auf mehr als 850 Millionen Euro und zeigte damit einen Zufluss für das abgeschlossene Geschäftsjahr von 47 Millionen Euro auf.  

Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro lag der Gewinn oberhalb des Vorjahresniveaus, wurde aber laut Schäfer-Prößer durch einige Sondereffekte beeinflusst. Vor allem die vorzeitig zurückgezahlten Kredite und die damit verbundenen Vorfälligkeitsentschädigungen steigerten außerordentlich das Ergebnis. Erträge, so Schäfer-Prößer weiter, die in den Folgejahren allerdings schmerzlich fehlen werden.

Beide Vorstände zeigten sich trotz Niedrigzinsphase, der unverhältnismäßigen Regulatorik, der dynamisch wirkenden Digitalisierung, neuen Wettbewerbern wie den FinTechs oder der demographischen Herausforderung, sehr zufrieden mit dem erreichten Ergebnis.

Das an diesem auch entsprechend die Mitglieder der Volksbank Heuchelheim teilhaben sollen, unterstrich die durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Kreiling vorgeschlagene Dividende von 6%.

Der gefasste Beschluss sah des Weiteren vor, die Rücklagen der Bank aufzustocken. Das bilanzielle Eigenkapital erhöht sich damit auf über 40 Millionen Euro und bestätigte die weiterhin sehr gute Vermögenslage des mehr als 150 Jahre alten Traditionsinstitutes.

Dass die Mitglieder/Vertreter mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, demonstrierten sie auf der Versammlung mit weiteren eindeutigen Beschlüssen. So wurden – jeweils ohne eine Gegenstimme – der Jahresbericht festgestellt, Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung ausgesprochen und neben einer Satzungsänderung die Aufsichtsrats-Vergütung an die aktuellen Anforderungen angepasst.

Einig zeigte sich das „Bankparlament“ auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat. Hier schied nach 30 Jahren Herr Hans-Albert Bender aus diesem wichtigen Gremium aus. Mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein, Vertrauen und Fachkunde in den Ausschüssen zeichnete Kreiling das engagierte Aufsichtsratsmitglied aus und bedankte sich für dessen Einsatz.

Die dadurch entstandene Lücke wird zukünftig die 47jährige Steuerberaterin Frau Christiane Petersdorff aus Biebertal schließen, welche neu gewählt wurde. Auf dieses Ergebnis konnten auch Frau Karola Brückmann und Frau Jutta Leib-Ehlicker verweisen, die beide für eine weitere Amtszeit von der Versammlung gewählt wurden.

Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung vom mehrfach ausgezeichneten Mentalmagier Nicolai Friedrich, der mit seinem Bühnenprogramm für viel Staunen und Lachen sorgte.